kgh | Kreisgymnasium Halle
Unser Schulprogramm als pdf-Dokument
Unser Info-Flyer als pdf-Dokument

Die neuesten Ergänzungen zum Schulprogramm:

Leitbild

Das Kreisgymnasium Halle konnte im Jahr 2011 sein 50-jähriges Jubiläum feiern. Gegründet 1961 vom damaligen Kreis Halle („Altkreis“) war es das damals einzige Gymnasium im gesamten Altkreis und hatte ein entsprechend großes Einzugsgebiet. Wenn auch heute bedingt durch zahlreiche Schulneugründungen der ganz überwiegende Teil unserer über 900 Schülerinnen und Schüler aus der Stadt Halle stammen, so besuchen uns doch auch noch immer Kinder aus vielen umliegenden Gemeinden bis hin nach Niedersachen. Ihnen allen eine umfassende, qualitativ hochwertige Schulbildung und einen angenehmen, von gegenseitigem Respekt geprägten Schulalltag zu ermöglichen, ist unser höchstes Anliegen, gemäß unserem Schulmotto: „Die Sachen klären, die Menschen stärken.“

  • Wir wollen eine Schule sein, die den Einzelnen in seiner Individualität achtet und fördert.
  • Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, in der jeder seine Kreativität entfalten kann, indem wir 
    • geduldig und freundlich einander zuhören,
    • uns gegenseitig helfen und ermutigen,
    • offen und fair miteinander umgehen,
    • Stärken und Schwächen anderer gelten lassen,
    • uns gestatten, aus Fehlern zu lernen,
    • den Lebensraum unserer Schule erhalten und stetig verbessern.
  • Dabei wollen wir folgende Fähigkeiten anstreben, dauernd entwickeln und fördern:
    • Verantwortungsbereitschaft und Selbständigkeit,
    • Vertrauen zu uns selbst und anderen,
    • Leistungsbereitschaft und Zusammenarbeit,
    • Zuverlässigkeit und Sorgfalt,
    • Ausdauer und Zielstrebigkeit,
    • Kritik und Selbstkritik,
    • Freundlichkeit und Toleranz.

Allem voraus formulieren wir vier Grundsätze als Basis für die Ausrichtung des KGH als allgemein bildende Schule in Trägerschaft des Kreises Gütersloh:

1.1 Unsere Schule kümmert sich um ihre Schülerinnen und Schüler

Die wichtigste Vorgabe für unsere Schule sind die uns anvertrauten Kinder und Heranwachsenden, so, wie sie sind. Wir wollen sie als einzelne, unverwechselbare Individuen mit ihren Stärken und Schwächen in allen Situationen ernst nehmen. Ein Ziel ist der individuelle Erfolg in der Schule als Basis für die Gestaltung des Lebens, welches wir durch Diagnose, Beratung, Förderung und Herausforderung in enger Kooperation mit den Eltern und/oder Erziehungsberechtigten erreichen wollen. Wir bemühen uns besonders darum, die Schülerinnen und Schüler sozial und emotional in das Schulleben einzubinden, ihnen das Gefühl zu vermitteln, dazuzugehören und ihnen etwas von einem „Zuhause„ zu bieten. Auch dabei wollen wir die Eltern und/oder Erziehungsberechtigten mit einbeziehen.

1.2 Unsere Schule unterrichtet und erzieht

Das KGH hat – wie alle Schulen – die Aufgabe, die Heranwachsenden mit den Grundlagen unserer Kultur vertraut zu machen. Bildung heißt für uns, sich diese Grundlagen individuell und gemeinsam mit anderen zu erschließen, zu einer eigenständigen Persönlichkeit heranzureifen, sich Sinn- und Wertfragen zu stellen, sich in der Demokratie zu bewähren, soziale Kompetenz zu erlangen sowie wissenschaftliche Verfahren zu erlernen. Formen und Wirkungen ästhetischen Gestaltens zu erproben und zu verstehen gehört zu unserem Verständnis von Bildung ebenso wie die Hinführung zu einem verantwortlichen Umgang mit dem eigenen Körper und der Gesundheit. Die Grundlage dazu bildet der didaktisch abgesicherte Fachunterricht, der an Problem- und/oder Handlungssituationen anknüpft und Erlebnisse und Erfahrungen ebenso braucht wie Übung und Systematik. Neuere lernpsychologische Untersuchungen haben gezeigt, dass eine klare Strukturierung und Sinnhaftigkeit der Inhalte, eine angeregte oder dargebotene Vernetzung, das Zulassen individueller Lernwege, eine auf Ordnungsrahmen, Stringenz und effektive Lernzeit achtende Klassenführung sowie die Ausbildung von fachübergreifenden methodischen Kompetenzen die wichtigsten Kriterien für einen erfolgreichen Unterricht darstellen. Daran wollen wir uns orientieren. Lernfreude, Neugier und Ernsthaftigkeit sowie der Wille, überhaupt etwas lernen zu wollen, sind aber ebenso wie Fleiß, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit unabdingbare Voraussetzungen dafür, dass im zeitlich zur Verfügung stehenden Rahmen die notwendige Sicherheit in der Anwendung erreicht sowie flexibles Wissen und damit Problemlösekompetenz aufgebaut werden kann. Neben der lernpsychologisch begründeten Bedeutung der Vernetzung sind es auch die zentralen Lernerfolgskontrollen (Lernstandserhebungen, zentrale Prüfungen), die eine weitreichende inhaltliche und methodische Abstimmung auf Seiten der Lehrenden erfordern – auch über die betroffenen Fächer hinaus. Lernen als individueller Prozess, der sich im sozialen Kontext vollzieht, ist angewiesen auf kooperatives Handeln, Selbstverantwortung und Selbsttätigkeit und deshalb in unseren Augen von Erziehung nicht zu trennen.

1.3 Unsere Schule trägt als Teil der Gesellschaft Verantwortung

Demokratie und Schule sind wechselseitig aufeinander angewiesen. Unsere Schule möchte deshalb selbst ein Vorbild für die Gesellschaft sein, aus der sie lebt und auf die hin sie erzieht. Sie will ein Ort sein, an dem Kinder und Jugendliche die Erfahrung machen, dass jede/jeder Einzelne gebraucht wird und zählt. Sie will ihnen aber auch Zuversicht mitgeben und deutlich machen, dass Regeln und Ordnungen hilfreich und notwendig sind. Die Werte, zu denen unsere Schule erzieht, sind mehr als Unterrichtsstoff. Selbstständigkeit und Verantwortung, Solidarität und Hilfsbereitschaft, Empathie und Achtung müssen im täglichen Umgang miteinander gelebt werden. Dazu gehört auch, dass wir von Schülerinnen und Schülern gemäß ihren individuellen Möglichkeiten zusätzliches Engagement für die Gemeinschaft (z. B. Übernahme von Ehrenämtern, Sanitäter, Lernpaten, SV-Arbeit etc. aber auch Teilnahme an sozialen Projekten, wie z.B. der Unterstützung des Afrika-Hilfsprojektes von Schwester Hilde Kock) und die Annahme von besonderen Lernherausforderungen erwarten. So werden sie darauf vorbereitet, auch später in der Gesellschaft – und für diese – leitende oder verantwortungsvolle Funktionen zu übernehmen. Andere Kulturen zu kennen und zu achten, gemeinsam zu feiern, etwas zu unternehmen (z. B. Schüleraustausch, Teutolab, Jugend Forscht, Klassenfahrten (Wangerooge), Exkursionen, sportliche Aktivitäten) und freie Zeit selbstverantwortlich zu gestalten, sich für andere einzusetzen und sich in der Arbeitswelt zu orientieren, sind aus unserer Sicht für die Suche eines jungen Menschen nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft ebenso grundlegend, wie die Vorbereitung auf ein lebenslanges Lernen. Die Mitwirkung von Eltern und/oder Erziehungsberechtigten, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern bei Entscheidungsprozessen soll beispielhaft für die politische Arbeit in einer Demokratie sein und hat deshalb für uns einen sehr hohen Stellenwert.

1.4 Unsere Schule entwickelt sich, bewahrt, innoviert und experimentiert

Unsere Schule möchte auch darin Vorbild sein, dass sie selbst mit dem gleichen Ernst lernt und an sich arbeitet, wie sie es den Kindern und Jugendlichen vermitteln will. Sie ist eine sich entwickelnde Institution und bleibt sich darin zugleich treu. Gerade der im Moment stattfindende Umbruch der Schullandschaften zwingt uns und ermöglicht es uns zugleich zu innovieren und zu experimentieren. Dabei werden wir in allen Bereichen in besonderer Weise durch die Eltern, die schulnahen Vereine – Schulverein und Mediotheksverein – und unseren Schulträger, den Kreis Gütersloh, unterstützt. Unsere Arbeit ist nie abgeschlossen, weil wir auf sich wandelnde Bedingungen und Anforderungen jeweils neu antworten müssen.